Schlangenhalsvogel
(Anhinga rufa)

Der Schlangenhalsvogel jagt auf eine gleiche Weise wie die Schlangenhalsschildkröten. Nähert er sich einem Fisch, so hält er seinen Kopf dicht an seinem Körper. Ist er nahe genug, so schnellt er seinen Hals nach vorne und spiesst den Fisch mit seinem Schnabel auf. Dieser ist besonders lang und stilettartig zugespitzt. Ist der Fisch nun aufgespiesst, so taucht der Vogel auf, und schleudert diesen mit einer schnellen Bewegung in die Luft. Dann fängt er den Fisch kopfvoran auf und verschluckt ihn. Er ist der einzige Vogel, welcher Jagd auf Fische macht, der seine Beute aufspiesst und nicht packt.
Der Schlangenhalsvogel gehört zur Familie der Ruderfüsser. Somit ist er verwandt mit dem Pelikan, Kormoran und den Tölpeln. Sein Markenzeichen ist sein sehr langer Hals. Dies gibt ihm auch seinen Namen. Der Hals ist besonders auffallend, wenn er während dem Schwimmen aus dem Wasser ragt. Dabei gleicht er nämlich einer schwimmenden Schlange. Er hat etwa die gleiche Grösse wie eine Ente. Ein grosser Unterschied zu diesen liegt jedoch darin, dass er beim Schwimmen nicht auf der Wasseroberfläche liegt, sondern meistens ganz im Wasser ist. Der Grund dafür ist, dass sein Gefieder nicht wasserabweisend ist. Daher muss er sich nach dem Aufenthalt im Wasser erst einmal an der Sonne trocknen.
Der Schlangenhalsvogel gleicht in seinem Aussehen etwa dem eines Reihers. Seine Bein sind jedoch ziemlich kurz und besitzen grosse Ruderfüsse.
Ihre Nester bauen sie immer in der Nähe des Wasser. Zum Beispiel auf Ästen, welche über das Wasser ragen oder auf Bäumen, die im Wasser stehen. Dieses Nest besteht aus einer Plattform aus Zweigen. Die Jungen des Schlangenhalsvogels, welche noch nicht fliegen können, können sich bei Gefahr ins Wasser fallen lassen.